Wenn Träume wahr werden …

Neulich hat ein Follower (und Familienmitglied) unter einem meiner Bilder, wo ich mit meiner Tochter zu sehen bin, kommentiert.

In diesem Post habe ich dich (ja, dich!) motiviert, mehr vom Leben zu wollen und dich zu trauen, deinen eigenen Weg zu gehen.

Wir Frauen werden meistens zum angepasst sein erzogen. Wir wissen es brav zu sein, uns zu fügen, anderen zu dienen und uns aufzuopfern.

Wir haben Angst davor, was die anderen sagen und denken werden, deshalb treffen wir lieber Entscheidungen, die konform sind. Wir leben auf Sparflamme, um nicht zu sehr aufzufallen.

Ist dir das bekannt:

Hast Du schon mal eine Idee gehabt, die dich begeistert hat und diese wieder verworfen, weil Du Angst vor Kritik hattest?

Oder hast Du schon mal ein Kleid gesehen, dass du extrem schön fandest aber darin ziemlich auffallend aussehen würdest? Also hast Du es nicht gekauft?

Oder hast Du schon mal deiner Intuition gefolgt und dein Kind statt zu ermahnen, in die Arme genommen, um dann kritische Blicke oder sogar Kommentare zu ernten? Und beim nächsten Mal warst Du in ähnlicher Situation nur verunsichert?

Dieses Schamgefühl und das Bedürfnis nach Zugehörigkeit ist Uralt und in unserem Reptiliengehirn gespeichert.

Sie waren schon immer da, weil wir früher innerhalb des Stammes extrem aufeinander angewiesen waren und füreinander sorgen mussten.

Nur in der heutigen Zeit brauchen wir dies nicht mehr. Zumindest nicht in dem Umfang wie früher.

Ganz im Gegenteil. Bewusst – so wie ich – machen wir uns auf den Weg zu mehr Fülle, Liebe und Selbstbestimmung im Leben.

Wir investieren Geld, Zeit und andere Ressourcen in Wachstum und Persönlichkeitsentfaltung. Wir wollen alles, was uns daran hindert, glücklich zu sein, abgeben und Platz für Neues schaffen.

Wir wünschen uns erfüllte und harmonische Beziehungen, Gesundheit und eine Balance zwischen dem Frau und Mama Sein.

Nun, zurück zum Kommentar, den ich bekam.

„Und deine Tochter?“

Drei Wörter, die ordentlich etwas in mir ausgelöst haben.

Ich habe sie gelesen und mich gewundert, dann geärgert, dann gefragt, was genau gemeint ist.

Immer wieder hatte ich darüber nachgedacht und fragte mich, wie ich antworten soll.

Jetzt weiß ich es.

Ich hatte die letzten zwei Monate vor dem Flug nach Costa Rica unfassbar viel zu tun. Ich habe alles verkauft, meine Wohnung aufgegeben und war mit meinem Ex-Freund im Dialog.

Mein Wunsch war es, dass unsere gemeinsame Tochter mit mir für 10 Monate nach Costa Rica geht, um hier eine Freie Schule zu besuchen, an der ich Teilzeit als Mentorin arbeiten würde. Wir wären in der Zeit in den Ferien zwei mal nach D. gekommen.

Es ist mir jedoch nicht gelungen, meinen Ex-Partner von meiner Idee zu überzeugen.

Er sagte mehrmals nein, egal was ich versuchte. Zum Schluss habe ich angeboten, dass wir nur für vier Wochen reisen, damit unsere Tochter zumindest diese Erfahrung machen kann. Auch das wurde nicht akzeptiert.

„Cherish your visions and your dreams as they are the children of your soul, the blueprints of your ultimate achievements.“ – Napoleon Hill

 

Und so stand ich vor einer Entscheidung, die mir sehr viel abverlangte.

Wie wichtig ist es mir, meinem Traum zu folgen, jetzt, wo sich diese Möglichkeit wie von Zauberhand ergibt?

♡ Wie sehr stehe ich zu mir selbst und wie sehr definiere ich mich über meine Mutterrolle?

♡ Was ist hier der beste Mittelweg und gibt es überhaupt einen?

Ich habe seit der ersten Reise nach Costa Rica 2017 davon geträumt, eines Tages wieder her zu kommen.

Und ja, ich habe darüber mit meiner Tochter gesprochen. Und sie wollte es auch. Warum nicht? In meiner Vorstellung ist alles möglich und machbar. Davon bin ich die ganze Zeit ausgegangen.

Und als ich endlich begriffen habe, dass dieses Mal meine Tochter nicht mitkommen wird, war ich völlig aufgelöst.

Ich weinte stundenlang und verstand die Welt nicht mehr. Die Anspannung der letzten Wochen, die Trauer, alle unterdrückten Emotionen brachen aus mir heraus. Es war wie eine Katharsis.

Irgendwann konnte ich wieder das Vertrauen in mir finden. Und ich konnte mich wieder erinnern, dass keine Entscheidung in Stein gemeißelt ist und dass ich meiner Tochter ein Vorbild bin.

Ich kann gleichzeitig meinen Weg gehen und mit ihr verbunden sein.

Ich kann gleichzeitig meine Erfahrungen machen und an ihrem Leben teilhaben.

Ich sehe täglich Eltern, die körperlich anwesend sind und geistig völlig woanders. Somit ist körperliche Anwesenheit kein Garant für eine innige und starke Beziehung.

Außerdem habe ich die letzten 6 Jahre alles im meiner Macht dafür getan, meine Tochter in Freiheit, Liebe und Vertrauen ins Leben zu begleiten.

Und das ist unsere Basis, die fest und stabil ist, sodass ich für eine Weile meine Reise machen kann, solange mein Kind beim Papa in sicheren Händen ist.

Ich bin neugierig: Wünschst Du dir eine harmonische und starke Beziehung zu deinen Kindern? Mehr Zeit für dich selbst und noch ein erfülltes Berufsleben dazu?

Es ist möglich. Es ist sowas von möglich!

Wie das geht, kannst Du z. B. im HappySoulmama Circle erfahren und üben! Der nächste Circle startet am 15.09.20 und es sind noch Restplätze frei!

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